Problemlösung
Fenster putzen ohne Streifen: Anleitung
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Kurz gesagt
Streifen entstehen meist durch zu viel Reinigungsmittel, schmutzige Tücher oder zu schnelles Antrocknen in der Sonne. Weichen Sie das Fenster vor, ziehen Sie mit einem Abzieher oder Fenstersauger in einem Zug von oben nach unten ab und wischen Sie den Rand trocken. Arbeiten Sie bei bedecktem Himmel und nutzen Sie wenig Mittel.
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Streifen auf Fenstern sind ärgerlich, weil sie erst im Gegenlicht sichtbar werden. Die Ursachen sind meist Reste von Mittel, Wasser mit Kalk oder ein falsches Vorgehen. Diese Seite zeigt, wie Streifen entstehen, in welcher Reihenfolge Sie arbeiten und wie Abzieher oder Fenstersauger helfen. Mit einem Fenstersauger geht es schneller; Geräte finden Sie im Guide Wischsauger und Saugwischer.
Warum Streifen entstehen
Streifen sind meist Rückstände. Zu viel Reinigungsmittel bleibt als Film auf dem Glas, hartes Wasser hinterlässt Kalkflecken, ein verschmutztes Tuch verteilt Schmutz, statt ihn aufzunehmen. Auch Sonne spielt eine Rolle: Auf warmem Glas trocknet das Mittel an, bevor Sie es abgezogen haben, und hinterlässt Spuren.
Ein weiterer Grund ist Fett. Fingerabdrücke, Küchenfett oder Nikotinfilm lassen sich mit Wasser allein nicht lösen. Ein Tuch verschmiert sie dann. Auch Staub auf dem Rahmen kann beim Abziehen zurück aufs Glas laufen.
Vorbereitung
Wählen Sie einen bedeckten Tag oder arbeiten Sie im Schatten. Legen Sie ein Handtuch auf die Fensterbank, um Tropfen aufzufangen. Saugen oder kehren Sie Staub von Rahmen und Fensterbank, damit er nicht ins Wasser gelangt.
Bereiten Sie lauwarmes Wasser mit wenig Spülmittel oder einem Glasreiniger vor. Weniger ist mehr: Ein Spritzer Spülmittel auf einen Eimer genügt. Halten Sie ein Mikrofasertuch, einen Abzieher mit sauberer Gummilippe und ein Tuch für den Rand bereit.
Schritt für Schritt mit Abzieher
So gehen Sie vor, wenn Sie mit Abzieher und Eimer arbeiten. Die Reihenfolge verhindert, dass Wasser über bereits gereinigte Flächen läuft und neue Streifen hinterlässt:
- 1
Rahmen und Dichtungen zuerst mit einem feuchten Tuch reinigen.
- 2
Scheibe mit Einwascher oder Schwamm gleichmäßig benetzen und Schmutz lösen.
- 3
Abzieher oben ansetzen und in einem Zug waagerecht oder in S-Bahnen nach unten ziehen.
- 4
Gummilippe nach jeder Bahn mit einem trockenen Tuch abwischen.
- 5
Am Rand das Restwasser mit einem fusselfreien Tuch aufnehmen.
- 6
Bei Bedarf mit einem trockenen Mikrofasertuch oder Lederlappen nachpolieren.
Mit Fenstersauger arbeiten
Ein Fenstersauger nimmt Wasser samt Schmutz direkt auf. Sprühen oder wischen Sie das Mittel auf, saugen Sie dann von oben nach unten ab und halten Sie die Lippe sauber. Die Gummilippe nutzt sich ab: Rillen oder Risse hinterlassen Streifen. Wechseln Sie sie, wenn sie nicht mehr gleichmäßig aufliegt.
Fenstersauger sind schneller, brauchen aber Pflege: Wasserbehälter entleeren, Lippe trocknen. Beim Akkugerät auf die Laufzeit achten und vor dem Einsatz laden. Zum Vergleich von Geräten siehe Wischsauger und Saugwischer und Akku-Saugwischer.
Dampf und Tücher
Dampf löst Fett und festen Schmutz auf Glas. Wenn der Hersteller es erlaubt, kann ein Dampfreiniger helfen, danach muss Wasser abgezogen werden. Bei kalten Scheiben oder Isolierverglasung besteht Gefahr durch Temperaturunterschiede; prüfen Sie die Herstellerangaben. Mehr zur Bedienung steht unter Dampfreiniger richtig benutzen.
Als Tuch eignen sich Mikrofaser oder ein fusselfreies Baumwolltuch. Waschen Sie Tücher ohne Weichspüler, weil dieser Rückstände hinterlässt. Zeitungspapier ist als Hausmittel verbreitet, hinterlässt aber Druckerschwärze auf Händen.
Hinweis:Beim Putzen von Fenstern in der Höhe nicht auf Fensterbank oder Stuhl balancieren. Für äußere Fensterflächen im oberen Stockwerk sichere Hilfsmittel verwenden und im Zweifel eine Fachfirma beauftragen.
Wenn die Streifen bleiben
Bleiben Streifen trotz Abzieher, spülen Sie die Scheibe mit klarem Wasser nach, um Mittelreste zu entfernen. Prüfen Sie die Gummilippe und wechseln Sie das Tuch. Bei Kalkflecken hilft ein mildes, glasgeeignetes Entkalkungsmittel; Säure darf nicht an Dichtungen, Rahmen oder beschichtetes Glas gelangen.
Auch Beschichtungen können Streifen verursachen: Manche Gläser haben eine Schicht, die empfindlich auf bestimmte Mittel reagiert. Prüfen Sie die Hinweise des Fensterherstellers.
Fensterrahmen, Dichtungen und Bänke
Streifenfreie Scheiben nützen wenig, wenn Rahmen und Bank schmutzig bleiben. Reinigen Sie sie zuerst, damit Schmutzwasser nicht auf saubere Scheiben läuft. Dichtungen aus Gummi wischen Sie mit einem milden Mittel ab; scharfe Reiniger machen sie spröde.
Ein Dampfreiniger kann Rahmenfugen und Beschläge säubern. Halten Sie ausreichend Abstand zur Dichtung und zur Scheibe und beachten Sie die Anleitung des Fensterherstellers.
Außenfenster, Wetter und Reihenfolge
Außenfenster putzen Sie bei trockenem, bedecktem Wetter. Bei Frost vermeiden Sie das Putzen, weil Wasser anfrieren kann. Bei Regen ist es sinnlos, weil Spritzer neue Schmutzspuren hinterlassen. Reinigen Sie immer erst die Außenseite, dann innen, Ein bewährter Trick: Ziehen Sie außen waagerecht und innen senkrecht ab, dann sehen Sie sofort, auf welcher Seite die Streifen sitzen.
Planen Sie eine Reihenfolge von oben nach unten und vom Raum zum Raum, damit Sie nicht mit nassen Tüchern über gereinigte Flächen laufen. Beim Putzen von hohen Fenstern gilt: Nicht aus dem Fenster lehnen.
Häufige Fragen
Wann ist der beste Zeitpunkt zum Fensterputzen? Bei bedecktem Himmel oder im Schatten, weil das Mittel nicht zu schnell antrocknet.
Wie viel Reinigungsmittel brauche ich? Wenig. Ein kleiner Spritzer Spülmittel auf einen Eimer Wasser genügt meist.
Helfen Hausmittel wie Essig? Sie lösen Kalk, können aber Dichtungen und Beschichtungen angreifen. Spülen Sie gründlich nach und prüfen Sie die Verträglichkeit.
Wie oft sollte ich die Gummilippe wechseln? Wenn sie Risse zeigt oder Streifen zieht. Feste Intervalle gibt es nicht.
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